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Wilkommen

Sie können uber "De Wijk van Morgen" in diesem Artikel lesen.

Keine Science-Fiction
Das Haus „Knick zur Sonne“ ist das erste Haus, das auf in dem Grenzstreifen zwischen der holländischen Stadt Heerlen und dem deutschen Aachen entstehen soll. „Im Februar 2010 fällt dann die Entscheidung über ein drittes Haus“, kündigt Ludo Kockelkorn an. Er koordiniert die Aktivitäten für das „Stadtviertel von Morgen“. Dabei handelt  es sich um mehr als ein bloßes Spielfeld für visionäre Architekten. Die bisher eingegangenen Gebäudeentwürfe der Studenten aus den Architekturklassen der Hogeschool Zuyd – Hochschule Süd – sind zwar durchaus visionär, aber machbar. Es geht um umsetzbare Utopien. „Genau genommen geht es nicht um neue Technologie“, sagt Student Segers. „Das, was wir dort einsetzen, kann man alles schon kaufen. “ Er betont, dass der Projektname sich bewusst auf Stadtviertel von „Morgen “ bezieht – und nicht auf eine unbestimmte „Zukunft“. Ihm und seinen Mitstreitern kam es dabei auf das Zusammenspiel verschiedener Technologien an. „Die Häuser zeigen einen Weg auf. Im Prinzip geht es um ganz einfache Systeme, die wir gut kombiniert haben, “ erklärt Segers. Das Credo des Projektes: weg von der Theorie, hin zur Praxis. Bezeichnenderweise wurde der Grundstein für das Projekt am niederländischen Tag der Nachhaltigkeit am 9. September dieses Jahres gelegt. Das Gemeinschaftsprojekt von Hochschule Süd und mehr als 60 Unternehmen aus der Region ist mit einem Budget von 4,5 Mio. EUR ausgestattet. In den nächsten Vier Jahren sollen hier vier umweltfreundliche Häuser entstehen, die alle verfügbaren Requisiten nachhaltigen Bauens beinhalten. Die Anforderungen an die Gebäude lassen sich auf drei Begriffe reduzieren: nachhaltig, energieeffizient und wohnlich. Vor allem die energetische Optimierung ist Leitidee des Projektes. „Die künftigen Gebäude sollen nicht nur ihren eigenen Strom liefern, sondern sogar noch Energie darüber hinaus, die anderweitig genutzt werden kann“, verspricht Avantis-Vorstand René Seijben. Hier verbinde sich Wissenschaft, Wirtschaft und Ausbildung. Dass dabei auch noch spektakuläre Architektur entsteht, versteht sich aufgrund der Mitwirkung der Hochschule fast von selbst.
 
Knickhäuser und Pappwände
Zu sehen ist das auch am Entwurf von Segers und Frints, der neben der Auswahl für die Realisierung in Avantis mittlerweile noch einen holländischen Architekturpreis gewonnen hat.  Die Grundform des Hauses ist ein Würfel, der im Obergeschoss Richtung Sonne abknickt. Das 57 qm große Flachdach bekommt so eine Neigung von 35% nach Süden und damit eine optimale Ausrichtung für die Solarpanele, die das Haus mit elektrischer Energie versorgen. Energieeffizienz steht auch im „Knick zur Sonne“ als Leitidee im Vordergrund, allerdings erklärt Segers: „Wir sind zwar von einem Passivhaus ausgegangen – also einem Haus, dass keine klassische Heizung benötigt. Letztendlich haben wir es aber nicht konsequent realisiert, weil damit auch aus unserer Sicht Einschränkungen hinsichtlich der Wohnqualität verbunden sind.“ Das Knickhaus hat deswegen eine Wärmepumpe im Keller, die zusammen mit Solarkollektoren auf der Holz-Garage für die Beheizung des Hauses sorgt. Die Wärmedämmung des Holzbaus mit – baubiologisch korrekter – Zellulose sei vier Mal besser als die niederländische Norm es verlangt, sagt Segers. Hohe Ansprüche stellten Segers und Frints auch an die Verglasung: Der Wert Uw für den Fenster-Wärmedurchgang beträgt nach ihren Angaben  0,4 – 0,5 W/qmK und damit etwa Faktor 2 geringer als die übliche Passivhaus-Anforderung für Mitteleuropa. Gedacht ist das Haus mit rund 150 qm Wohnfläche für eine Familie. Zusätzlich enthält das Souterrain noch acht Büro-Arbeitsplätze. Die beiden Preisträger erfüllen damit eine Vorgabe des Wettbewerbs, denn die Gebäude sollen ausdrücklich die Einheit von Wohnen und Arbeiten verwirklichen. Mit einem provisorischen Ausstellungsgebäude punkteten die Studenten Bas Wijnands und Tom Moulen. Es sollte für eine Übergangszeit Büro- und Ausstellungsflächen bereit stellen, möglichst kostengünstig sein und in hohem Maße recycelbar. Wijnands und Moulen entwarfen ein Haus, dass statt auf einem Betonfundament auf wassergefüllten Ballons steht. Sie bespannten Metallgerüste mit Planen, isolierten mit Holzspänen und im Innenraum mit Zwischenwänden aus herkömmlicher Kartonpappe – Recycelfaktor 93% und damit fast doppelt so viel wie in der Ausschreibung gefordert.



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